25/06/2025
Genuss in Rom
Auf dem Weg zu einer binationalen nachhaltigen Schülerfirma
Am 12. Mai nahm das Netzwerk Genuss, vertreten durch Referentin Ivana Marenzi, an einem institutionellen Treffen im italienischen Schulministerium teil. Im Mittelpunkt standen das deutsche Modell nachhaltiger Schülerfirmen sowie das Projekt zur Gründung einer Start-up binationalen nachhaltigen Schülerfirma. Die Vertreter:innen des Ministeriums bekundeten besonderes Interesse an der Projektidee des Netzwerks – insbesondere im Hinblick auf eine mögliche rechtliche Anpassung nicht simulierter Schulbetriebe in Italien und auf die angestrebte Einführung eines neuen Labels unter dem Namen „Made in MIM“. Am Nachmittag wurde in Unioncamere über Finanzierungsmöglichkeiten durch die italienischen Handelskammern sowie über aktuelle Maßnahmen zur Unterstützung schulischer Betriebsformen diskutiert. Der Austausch von Best Practices, Materialien und operativen Ansätzen vertiefte die Zusammenarbeit zwischen den Beteiligten.
Das Thema Schülerfirmen spielt auch im weiteren Rahmen der bilateralen Zusammenarbeit im Bereich der beruflichen Bildung eine zentrale Rolle und wurde daher ebenfalls beim Technical Meeting im Juni zwischen der italienischen und der deutschen Delegation aufgegriffen – im Fokus die Kompetenzen, die durch die Arbeit in Schulbetrieben gefördert werden, sowie den Entwicklungsperspektiven in beiden Ländern. Am 23. Juni wurde Ivana Marenzi erneut nach Rom diesmal zu INAPP eingeladen, um über den aktuellen Stand der Netzwerkaktivitäten sowie über Chancen und Herausforderungen des Projekts zu berichten. Auch Miriana Bucalossi (Region Toskana) und Emmanuele Massagli (LUMSA-Universität Rom) beteiligten sich an der Diskussion. Ihre Beiträge konzentrierten sich auf das Konzept der nicht simulierten Schulbetriebe in Italien sowie auf bereits bestehende regionale Best Practices.
Parallel dazu hat das Netzwerk Genuss erste konkrete Schritte zur Umsetzung eines digitalen Pilots über die Moodle-Plattform unternommen. Dieses agile und replizierbare Modell dient dazu, die Funktionsweise zu erproben und mögliche Herausforderungen zu identifizieren – ein wichtiger Schritt auf dem Weg zur Realisierung der binationalen nachhaltigen Schülerfirma.



